EUR/USD-Prognose verändert sich, während Händler einen schwächeren Dollar im Blick haben

Der Euro hat einen mutigen Schritt gemacht, als EUR/USD am Donnerstag um über 2,5 % anstieg, die 1,1200-Marke überschritt und auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren schloss. Für Händler, die monatelang gesehen haben, wie dieses Paar stagnierte, war es der Durchbruch, auf den sie gewartet hatten.
Aber jetzt, wo der Euro steigt, lautet die eigentliche Frage: Wohin geht der Dollar von hier aus?
Die Inflation kühlt ab, die Zollspannungen lassen nach, der Dollar bekommt einen Dämpfer
Zwei Schlüssel-Katalysatoren haben EUR/USD beflügelt. Zunächst trat die Trump-Administration von ihren letzten Zollbedrohungen zurück und beruhigte damit die Nerven in den Risiko-Märkten. Es ist ein Spielbuch, das wir schon gesehen haben: erhebe erhebliche Handelsdrohungen, beobachte, wie die Märkte zittern, und ziehe dann das Ganze zurück, um die Stimmung zu stabilisieren. Aber dieses Mal war der Dollar besonders verletzlich.
Das liegt daran, dass die Inflationsdaten im März eine Überraschung lieferten. Kern CPI fiel auf 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr, den niedrigsten Stand seit 2020, nachdem sie fast acht Monate über 3 % lag. Die Gesamtinflation fiel auf 2,4 %, was das Feuer anheizte. Für Investoren und die Fed war es das erste echte Zeichen, dass die Inflation möglicherweise merklich abkühlt.

Das Ergebnis? Ein breiter Rückgang der Dollar-Nachfrage und eine Welle der Stärke für Euro- und Pfundkäufer.
Alle Augen auf das Verbrauchervertrauen und die Inflationserwartungen
Aber bevor wir uns zu sehr tragen lassen, steht noch ein großer Test bevor: der Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan. Die Erwartungen sind düster. Der Index wird voraussichtlich auf 54,5 fallen, ein fast dreijähriges Tief.

Verbraucher spüren das Gewicht der politischen Unsicherheit, selbst wenn die Inflation auf dem Papier nachlässt.
Die Inflationserwartungen der Verbraucher, die hartnäckig bleiben, werden noch kritischer sein. Im vergangenen Monat erwarteten die Amerikaner 5 % Inflation im nächsten Jahr und 4,1 % über fünf Jahre, was über dem liegt, was die Fed möchte. Wenn sich diese Erwartungen nicht ändern, könnte die Fed länger hawkish bleiben, als die Märkte hoffen.
Also, wohin geht der Euro-Dollar-Wechselkurs von hier aus?
Laut Analysten könnte sich die Schwäche des Dollars vertiefen, wenn sich das Sentiment erholt und die Inflationserwartungen fallen. Das öffnet die Tür für weitere Gewinne bei EUR/USD und GBP/USD. Aber wenn die Daten am Freitag andeuten, dass die Öffentlichkeit immer noch hartnäckige Inflation erwartet, und wenn das Risikosentiment weiter sinkt, könnte der Dollar heftig zurückschlagen.
Technische Analyse des Dollars: Wird der USD weiter fallen?
Zum Zeitpunkt des Schreibens ist der Kaufdruck auf dem Tageschart dominant, da die Preise über dem gleitenden Durchschnitt bleiben. Allerdings deutet das leichte Überschreiten der oberen Bollinger-Band auf überkaufte Bedingungen hin. RSI tief im überkauften Bereich verstärkt die Narrative.
Die Schlüsselwerte, auf die man achten sollte, falls der Dollar sich stärkt, sind 1,0949 $ und 1,0798 $. Sollte der Dollar weiter schwächen, wäre ein wahrscheinliches Ziel die 1,3190 $ Preisniveau.

Sie können auf die Stärke des Dollars spekulieren, indem Sie Dollar-Währungspaare mit einem Deriv MT5 oder Deriv X-Konto handeln.
Rechtlicher Hinweis:
Die in diesem Blogartikel enthaltenen Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und sind nicht als finanzielle oder Anlageberatung gedacht.
Diese Informationen gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung als korrekt und zutreffend. Es wird keine Gewähr für die Genauigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben.
Die angegebenen Leistungszahlen sind keine Garantie für zukünftige Leistungen oder ein zuverlässiger Indikator für zukünftige Leistungen. Änderungen der Umstände nach dem Veröffentlichungszeitpunkt können die Genauigkeit der Informationen beeinflussen.
Der Handel ist riskant. Wir empfehlen Ihnen, Ihre eigenen Recherchen durchzuführen, bevor Sie Handelsentscheidungen treffen.
Die Handelsbedingungen, Produkte und Plattformen können je nach Ihrem Wohnsitzland unterschiedlich sein.