Auswirkungen von Zöllen auf Märkte 2025: Krypto- und Goldausblick

Da sich die globalen Handelspolitiken verschieben, bereiten sich die Märkte auf Auswirkungen vor. Die jüngste Welle von Zöllen, angeführt von den USA, sorgt in zahlreichen Sektoren für Unsicherheit. Während einige dies als notwendigen Schritt zum wirtschaftlichen Protektionismus ansehen, warnen andere vor langfristigen Folgen.
Über die unmittelbaren Börsenreaktionen hinaus könnten diese Politiken die globale Finanzwelt – einschließlich der Krypto-Landschaft – neu gestalten.
Ein sich wandelnder Markt: Volatilität und Anlegerstimmung
Aktuelle politische Ankündigungen haben erhebliche Marktschwankungen ausgelöst. Der anfängliche Optimismus hinsichtlich potenzieller Zollbefreiungen wich rasch Bedenken bezüglich umfassender Abgaben. Infolgedessen haben bedeutende Technologieaktien drastische Einbrüche erlitten, wobei in wenigen Tagen über 400 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren gingen.

Quelle: Kobeissi letter, Tradingview
Institutionelle Investoren reagieren zügig – ausländische Abflüsse aus US-Aktienfonds sind sprunghaft angestiegen und markieren einen der größten verzeichneten Abflüsse. Gleichzeitig kaufen Privatanleger weiterhin den Rücksetzer, eine klassische Divergenz in der Stimmung, die Fragen darüber aufwirft, wer den Markt besser einschätzen kann.

Quelle: X
Das Zusammenwirken von Handelspolitik und Krypto
Auf den ersten Blick scheinen Zölle nichts mit Kryptowährungen zu tun zu haben, doch die Verbindung wird immer deutlicher. Die Korrelation von Bitcoin mit Technologieaktien bedeutet, dass eine breitere Marktunsicherheit auch auf digitale Vermögenswerte übergreifen könnte. Historisch gesehen neigen Bitcoin und andere Kryptowährungen in Zeiten dominierender Risikoscheu zu erhöhter Volatilität.
Zudem stellen Zölle auf Halbleiter laut Experten eine besondere Herausforderung für die Krypto-Mining-Branche dar. Höhere Kosten für Mining-Ausrüstung könnten zu einer geringeren Netzwerkteilnahme, niedrigeren Hash-Raten und potenziellem Verkaufsdruck von Minern führen, die versuchen, ihre Ausgaben zu decken.
Obwohl dies kurzfristig zu Turbulenzen führen kann, verdeutlicht es zugleich die sich wandelnde Dynamik zwischen staatlichen Politiken und dezentraler Finanzwirtschaft.
Entstehende Trends: Bitcoin als nationales Reservevermögen?
Trotz dieser Herausforderungen gibt es Anzeichen für einen Paradigmenwechsel in der staatlichen Betrachtung von Bitcoin. Berichten zufolge prüft Brasilien die Möglichkeit, Bitcoin in seine nationalen Reserven aufzunehmen – ein Schritt, der als Präzedenzfall für andere Volkswirtschaften dienen könnte. Pedro Giocondo Guerra, der im Namen der brasilianischen Regierung spricht, betonte kürzlich Bitcoin’s Rolle als “the gold of the internet.”
Brasilianische Gesetzgeber erwägen einen Vorschlag, der bis zu 5 % der Devisenreserven des Landes Bitcoin zuweisen würde. Angesichts der 2,2 Billionen Dollar schweren Wirtschaft Brasiliens könnte dies ein bedeutender Schritt in Richtung einer breiteren staatlichen Akzeptanz digitaler Vermögenswerte sein.
Abgesehen von Kryptowährungen bleiben die makroökonomischen Auswirkungen fortlaufender Zollpolitiken ein zentrales Anliegen. Höhere Importkosten könnten zu anhaltenden inflationsbedingten Druck führen und die Strategien der Zentralbanken erschweren. Die Federal Reserve, die mögliche Zinssenkungen für 2025 signalisiert hatte, muss ihre Haltung möglicherweise überdenken, falls sich die Inflation als widerstandsfähiger erweist als erwartet.
Technische Einblicke: Kurzfristiger Preisausblick
Zum Zeitpunkt des Schreibens befindet sich Gold weiterhin im Aufwärtstrend, selbst nachdem das 3.100-Dollar-Ziel durchbrochen wurde. Die Aufwärtsdynamik hält an, da 3.150 Dollar als nächstes realistisches Ziel für Bullen erscheint. Diese positive Entwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Preise über dem 100-Tage-Durchschnitt liegen. Allerdings deuten Preise, die das obere Bollinger-Band erreichen, auf überkaufte Bedingungen hin. Sollte es infolge überkaufter Zustände zu einer Umkehr kommen, sind die Schlüsselunterstützungsniveaus bei 3.000 und 2.980 Dollar zu beobachten.

Quelle: Deriv MT5
Bitcoin hingegen rutscht ab, da eine risikoscheue Stimmung die Märkte dominiert. Auf dem Tageschart ist ein bärischer Druck erkennbar, wobei die negative Tendenz durch Preise, die unter dem gleitenden Durchschnitt bleiben, untermauert wird. Allerdings berühren die Preise nun das untere Bollinger-Band, was auf überverkaufte Bedingungen hindeutet. Sollte es zu einem Aufschwung kommen, sind die wichtigsten Niveaus bei 84.400 und 87.400 Dollar zu beobachten. Setzen die Preise ihren Einbruch fort, könnte ein potenzielles Unterstützungsniveau bei 81.100 Dollar zum Tragen kommen.

Quelle: Deriv MT5
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