Trump-Zölle: Wie hoch können die Metallpreise im Jahr 2025 steigen?

March 10, 2025

Als Präsident Trump Zölle auf importierten Stahl und Aluminium wieder einführt und ausweitet, reagieren die Märkte bereits mit erheblichen Kursbewegungen. Die Ankündigung eines 25%igen Zolls auf sämtlichen importierten Stahl und Aluminium – ein Anstieg gegenüber den bisherigen 10% auf Aluminium – hat in verschiedenen Industriezweigen, insbesondere bei Lebensmittel- und Getränkeherstellern, die stark auf diese Materialien für Verpackungen angewiesen sind, Wellen geschlagen.

Die politische Kursänderung erfolgt in einem schwierigen wirtschaftlichen Moment, in dem die Inflation im Januar im Jahresvergleich um 3% angestiegen ist und zusätzlichen Druck auf die Verbraucher ausübt, die bereits mit erhöhten Preisen in verschiedenen Sektoren zu kämpfen haben. 

Bemerkenswert ist, dass diese Zölle nicht neu sind – sie stellen eine Erweiterung der während Trumps erster Amtszeit erstmals umgesetzten Maßnahmen dar, jedoch mit weniger Ausnahmen und höheren Sätzen.

Aluminium erreicht Rekordhöhen

Die Reaktion des Marktes war schnell und dramatisch. In der US-Region Midwest sind die duty-paid Aluminium-Zuschläge auf über 40 Cent pro Pfund (fast 900 US-Dollar pro Tonne) in die Höhe geschossen – was einen erstaunlichen Anstieg von 60% seit Beginn des Jahres 2025 darstellt. Dieser Anstieg spiegelt die Erwartung von Lieferengpässen und höheren Kosten wider.

Aluminium vs US dollar price chart showing an upward trend amid Trump tariffs and market volatility.
Source: Deriv MT5

Branchenexperten weisen auf ein grundlegendes Problem hin: Die Vereinigten Staaten bleiben ein Nettoimporteur von Aluminium, da die inländische Produktionskapazität nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken. Kanadische Schmelzanlagen, die im letzten Jahr etwa 70% der 3,92 Millionen Tonnen primären und legierten Aluminiums, das in die USA exportiert wurde, ausmachten, werden trotz ihrer kritischen Rolle in der Lieferkette von diesen Zöllen betroffen sein.

Stahlzölle 2025: Die Verletzlichkeit der Dosenindustrie

Die Auswirkungen auf den Dosenherstellungssektor könnten besonders schwerwiegend sein. In den USA werden jährlich etwa 135 Milliarden Metalldosen produziert, darunter 115 Milliarden Aluminiendosen für Getränke und 20 Milliarden Stahldosen für Lebensmittel und andere Produkte. Während Importe nur etwa 10% des von amerikanischen Dosenherstellern genutzten Aluminiums ausmachen, stammen rund 70% des für Lebensmitteldosen verwendeten Dosenstahls aus dem Ausland.

2024 U.S. steel imports by country, highlighting major suppliers like Canada, Brazil, and Mexico.
Source: American Iron and Steel Institute

Was diese Situation noch prekärer macht, ist die geschrumpfte inländische Produktionskapazität. Nach Trumps anfänglichen Stahlzöllen im Jahr 2018 stellten neun amerikanische Dosenstahlproduzenten den Betrieb ein, sodass heute in den USA nur noch drei Produktionslinien aktiv sind. Diese begrenzte inländische Kapazität bedeutet, dass Hersteller kaum eine andere Wahl haben, als die höheren Preise für importierte Materialien zu zahlen oder die Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.

Goldpreise 2025: Nutznießer der Handelskonflikte?

Während Industriemetalle aufgrund der Zölle preisdruck ausgesetzt sind, zieht Gold angesichts der wachsenden Unsicherheit Käufer an. Anfang 2025 wurde Gold bei rund 2.915 US-Dollar pro Unze gehandelt und profitierte von seiner traditionellen Rolle als sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unwägbarkeiten.

Analysten weisen darauf hin, dass die Goldpreise historisch gesehen mit der Inflation gestiegen sind – als der Consumer Price Index im August 2020 seinen steilen Anstieg begann, erreichte Gold gleichzeitig damalige Rekordhöhen. Ebenso stieg Gold während der Hochinflationsphase von 1980, als die Raten 13,5% erreichten, auf Rekordniveaus, die erst 2006 übertroffen wurden.

Die Kombination aus zollbedingter Inflation und geopolitischen Spannungen während Trumps zweiter Amtszeit könnte die Goldpreise im Jahr 2025 weiterhin stützen. Trumps Positionen zu NATO, den Ukraine-Russland-Beziehungen und dem Nahostkonflikt haben zusätzliche Unsicherheiten auf den globalen Märkten geschaffen, was üblicherweise ein günstiges Umfeld für Edelmetalle darstellt.

Ausblick: Metallpreisschätzungen für 2025

Für die Metallmärkte lässt der Ausblick für 2025 weiterhin Volatilität erwarten. Aluminium-Zuschläge könnten erhöht bleiben, da sich die Lieferketten an das neue Zollregime anpassen. Stahlpreise, insbesondere für Spezialprodukte wie Dosenstahl, könnten aufgrund der begrenzten inländischen Produktionskapazität langfristig steigen.

Unterdessen könnte Gold seinen Aufwärtstrend fortsetzen, wenn die Inflation anzieht und geopolitische Spannungen anhalten, wodurch im weiteren Jahresverlauf möglicherweise neue Rekordhöhen erreicht werden.

Wichtige Niveaus, die im Aluminium-Diagramm zu beobachten sind, liegen bei 2.712 US-Dollar im Aufwärtstrend und 2.646 US-Dollar im Abwärtstrend. 

Aluminium price analysis with resistance and support levels, reflecting market reaction to Trump tariffs.
Source: Deriv MT5

Wichtige Niveaus, die im Gold-Diagramm zu beobachten sind, liegen bei 2.931 und 2.948 US-Dollar im Aufwärtstrend sowie bei 2.890 und 2.873 US-Dollar im Abwärtstrend.

Gold price analysis showing key support and resistance levels amid rising metal prices in 2025.
Source: Deriv MT5

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