Japans Ansatz zur Währungsintervention

October 25, 2023

Im August schlug ein ehemaliger Vertreter der Zentralbank vor, Japan werde sich nicht in den Devisenmarkt einmischen, sofern der Wert des Yen gegenüber dem Dollar nicht unter 150 fallen würde, was Premierminister Fumio Kishida vor eine erhebliche politische Herausforderung stellte. Entscheidungen über Interventionen hatten in Japan schon immer großes politisches Gewicht, wobei der Premierminister letztlich für den Aufruf verantwortlich war. Laut Takeuchi, einem Analysten, könnten die Behörden in einem ersten Schritt mündliche Warnungen aussprechen und Zinsanalysen durchführen, in der Hoffnung, dass die Marktkräfte den Yen stabilisieren würden.

Das japanische Recht räumt der Regierung die Kontrolle über die Währungspolitik ein, wobei das Finanzministerium den Zeitpunkt der Interventionen festlegt, während die Bank of Japan als deren Vertreter fungiert.

Nach dem letzten Update liegt der USDJPY-Wechselkurs bei 149,80.

Im September gab US-Finanzministerin Janet Yellen grünes Licht für eine Intervention; sie erklärte, dass Japans Intervention zur Stabilisierung des Yen akzeptabel wäre, wenn damit die Marktvolatilität gemildert und nicht das Wechselkursniveau diktiert werden sollte.

Anfang Oktober bestätigte Finanzminister Shunichi Suzuki, dass die japanische Regierung bereit sei, Maßnahmen zu ergreifen, falls die Abwertung des Yen übermäßig abrupt erfolgen sollte, und betonte, dass der Schwerpunkt auf der Volatilität und nicht auf bestimmten Wechselkursniveaus liege.

Am 14. Oktober 2023 stellte Sanjaya Panth, stellvertretende Direktorin der Abteilung Asien und Pazifik des IWF, fest, dass der jüngste Kursrückgang des Yen auf fundamentale Faktoren zurückzuführen war und nicht die Kriterien erfüllte, die eine staatliche Intervention erforderten.

Am 16. Oktober 2023 verzichtete Masato Kanda, stellvertretender Finanzminister für internationale Angelegenheiten im japanischen Finanzministerium (MOF), jedoch auf eine Stellungnahme, als er nach der Haltung des IWF gefragt wurde, dass Japan die Voraussetzungen für eine Währungsintervention noch erfüllen müsse. Kanda betonte, dass verschiedene Faktoren die Wechselkurse beeinflussten und die langfristigen Zinssätze nur eine Komponente seien. Er erklärte, die Situation sei fließend und die möglichen Auswirkungen steigender Ölpreise auf die japanische Wirtschaft blieben ungewiss.

Beurteilen Sie die möglichen Auswirkungen der Intervention

Im Juli hob ein Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervor, dass der Yen aufgrund seines niedrigen Zinsstatus seit 2021 als wichtige globale Kreditwährung fungiert. Es hatte trotz der strafferen Geldpolitik der Federal Reserve einen erheblichen Anteil am globalen Kreditwachstum angehäuft.

Wachstum, Wechselkurse und Leitzinsen in Fremdwährungen

Insbesondere zeigen die neuesten Daten, dass große Spekulanten seit 2021 die größte Short-Position gegenüber dem Yen innehaben, was das Risiko einer Short-Squeeze erhöht, falls die Bank of Japan (BOJ) am Forexmarkt eingreift.

Diagramm der Preise und Nettopositionen

Betrachtet man den Wochenchart, so besteht ein bemerkenswertes Potenzial für eine Abwertung des Yen, sollte er das Niveau von 160 überschreiten. Folglich beabsichtigt die Bank of Japan, einzugreifen, wenn der USDJPY zwischen 150 und 160 liegt. Derzeit befindet sich der stochastische Indikator in einer überkauften Zone, was auf eine mögliche Korrektur des USDJPY hindeutet.

USDJPY-Unterstützungs- und Widerstandschart
USDJPY-Widerstand: 154,85, Unterstützung: 137,80

Rechtlicher Hinweis:


Der Handel ist riskant. Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Es wird empfohlen, vor Handelsentscheidungen eigene Recherchen durchzuführen. Die in diesem Blogartikel enthaltenen Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und sind nicht als Finanz- oder Anlageberatung gedacht.

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